Alternative Therapiemethoden

Aktuell gibt es einigen Druck von Seiten „interessierter Kreise“, dass die Politik den gesetzlichen Krankenkassen verbieten soll, wahlweise auch „alternative Therapieverfahren“ (wie Homöopathie, Osteopathie und andere) zu erstatten. Manche Kassen, wie beispielsweise die TKK erstatten jährlich einige Euro für solche Behandlungen, sofern sie durch Ärzte erfolgen (betrifft mich als Heilpraktikerin also nicht …).

Aber auch diese wenigen Euro möchten die Gegner der alternativen bzw. komplementären Methoden gerne streichen lassen. Hierzu zitiere ich aus dem Newsletter eines ärztlichen Kollegen Hinrich Hörnlein-Rummel (FA f. Neurologie, Psychiatrie). Unter dem Link „Petition“ können Sie an der Petition an den Bundestag teilnehmen:

 

ZITAT Die Hahnemann Gesellschaft hat diese Petition initiiert und schreibt dazu folgende Begründung:

„In der Gesetzesvorlage TSVG sieht das Bundesgesundheitsministerium vor, den Wahltarif für komplementärmedizinische Arzneimittel zu streichen. Dadurch wird die Verordnung homöopathischer, anthroposophischer und anderer komplementärmedizinischer Arzneimittel diskriminiert.

Der Wahltarif ist fester Bestandteil der bisherigen Gesetzgebung und ermöglicht den Krankenkassen und den Behandlerinnen und Behandlern Arzneimittel zu verordnen, die den besonderen Therapierichtungen Homöopathie, Anthroposophische Medizin u.a. entsprechen.

Als Wahltarif können die Krankenkassen frei entscheiden, ob sie bei entsprechender Berechnung der Versicherungsprämie die Kosten dieser Arzneimittel übernehmen.

Eine Einschränkung dieser Wahlmöglichkeit stellt einen gravierenden Eingriff in die Therapiefreiheit dar und kann nicht hingenommen werden.“

Dem ist m. E. wenig hinzuzufügen. Allerdings ist die Frage erlaubt, wer dem Minister bzw. dessen Referenten die Hand geführt hat?

Sowohl die gesundheitsökonomische Studie der Herren Baars und Kooreman an 1,5 Millionen niederländischen Versicherten als auch das Kinzigtalprojekt haben gezeigt, dass der Einsatz von Komplementärmedizin den Krankenkassen viel Geld spart.

Die Sorge um die Gesundheit der armen, unmündigen und von den Sirenen der Alternativmedizin verblendeten Kranken kann es auch nicht sein, denn eine Mortalitätserhöhung (Anm.: erhöhte Sterblichkeit) konnten die Holländer nicht feststellen. Im Gegenteil, bei den Komplementären war die Sterblichkeit schwach signifikant geringer.

Was also kann die Motivation sein, die Verfahren der besonderen Therapierichtungen aus dem (freiwilligen) Leistungskatalog zu streichen?

Ich komm nicht drauf. Vielleicht haben Sie da eine Idee?“ ZITAT ENDE

 

Das Streichen der besonderen Therapierichtungen aus dem Erstattungskatalog der gesetzlichen (Ersatz-)Kassen ist nur ein weiterer Schritt im Krieg gegen die „Alternativmedizin“. So gibt es auch eine Gruppe von Wissenschaftlern (alles Theoretiker von Universitäten), die die Abschaffung der Heilpraktiker fordern, da deren Angebot „auf wissenschaftlich unhaltbaren Erklärungs- und Behandlungsmethoden“ basiere und damit zur Verdummung (sprich Aberglauben), sowie Gefährdung der Bevölkerung beitrüge. Das Verbot der alternativen Methoden auch für Ärzte ist dann der nächste Schritt. Es soll also keine Ausweichmöglichkeiten mehr für Patienten geben. Nur die „wissenschaftlich allgemein anerkannten“ Methoden sollen in der Medizin noch einen Platz haben. Verschwiegen wird, dass viele der Wissenschaftler, die diese „allgemeine Anerkennung“ darstellen, auf der „Lohnliste“ der Hersteller von Medikamenten und medizinischen Geräten stehen.

 

SIE als Patienten sind hier das einzige Gegenmittel. Zeigen Sie der Politik, wo ihre Prioritäten liegen – schließlich sind auch Sie Wähler*in…

 

Hier können Sie mitstimmen: https://www.change.org/p/bundesgesundheitsminister-der-wahltarif-für-homöopathische-arzneimittel-muss-erhalten-bleiben

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