Lungenkrebs durch Blutdrucksenker?

Erhöhen Blutdrucksenker das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken?

Kürzlich gab es einen Skandal mit Blutdrucksenkern vom Typ Valsartan, die mit krebserzeugenden Substanzen verunreinigt wurden. Das Krebsrisiko lag hier also nicht am (sauberen) Wirkstoff, sondern an Verunreinigungen während der Herstellung. Nun kommt eine neue Beobachtungsstudie zu dem Verdacht, dass auch Blutdrucksenker vom Typ „ACE-Hemmer“ (Wirkstoffe wie zum Beispiel: Ramipril, Captopril und entsprechende Präparate) das Risiko speziell für Lungenkrebs erhöhen. Bekannt ist, dass ACE-Hemmer viele Nebenwirkungen haben können, insbesondere auf die Nieren und die Lungen (trockener Husten, Asthma).

Nun beweist eine Korrelation (das gemeinsame Auftreten von bestimmten Faktoren) nicht gleich eine Kausalität (A ist die Ursache von B), aber es lässt doch hellhörig werden, vor allem, wenn bekannt ist, dass die Lunge eines der Organe ist, das unter ACE-Hemmern von Nebenwirkungen betroffen ist.

Weitere Infos siehe: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/10/25/beguenstigen-ace-hemmer-lungenkrebs

Generell gelten Sartane nach wie vor als die am besten verträglichsten – konventionellen – Blutdrucksenker (wenn sie nicht verunreinigt sind…). Es gibt auch einige naturheilkundliche Medikamente, die in leichten Fällen oft ausreichen können. Auch die Kombination der Aminosäuren Arginin, Lysin und Vitamin C (z.B. aminoplus cor) senkt den Blutdruck und hemmt arteriosklerotische Ablagerungen.

Ansonsten gilt: Nicht jeder – leicht erhöhte – Blutdruck (über 130/85) muss behandelt werden. Durch moderate Bewegung, leichten Ausdauersport, Gewichtsabnahme, ausreichend erholsamen Schlaf und günstige Ernährung lässt sich der Blutdruck ebenfalls positiv beeinflussen. Gerade „Stress-Typen“ profitieren sehr von Entspannungsmethoden wie Atemübungen, Autogenem Training, progressiver Muskelentspannung oder Meditation – oder einfach nur einem regelmäßigen Waldspaziergang.

Hoher Blutdruck (regelmäßig, dauerhaft und situationsunabhängig über 140/90), der anders nicht gesenkt werden kann, sollte jedoch behandelt werden, da das Schadensrisiko durch den hohen Blutdruck das Nebenwirkungsrisiko durch Medikamente meist übersteigt.

 

Lungenkrebs durch Blutdrucksenker?